Richtziele

Grundkenntnisse

  • Ausreichende Kenntnisse der lateinischen Sprache besitzen, um Originaltexte übersetzen zu können
  • Über ein Instrumentarium zur Beschreibung von sprachlichen Strukturen verfügen
  • Einblick in die Entwicklung von Sprachen haben
  • Wichtige Erscheinungen der römischen Kultur - auch der keltischen und römischen Schweiz - und ihr Fortleben in Kultur, Politik und Recht Europas verstehen und umgekehrt die Verwurzelung des heutigen Europa in der Antike erkennen
  • Verstehen, wie sich die Römer mit der griechischen Kultur schöpferisch auseinander gesetzt und diese sich angeeignet haben
  • Von der Prägung der römischen Welt auf das abendländische Christentum wissen

Grundfertigkeiten

  • Einen Text der lateinischen Literatur in der Muttersprache wiedergeben, d.h. ihn mit verschiedenen Methoden in seiner sprachlichen Besonderheit und seinem Sinn erfassen, eine möglichst treffende Übersetzung mit den Mitteln der Muttersprache finden oder in eigener Formulierung den Gedankengang festhalten (Paraphrase)
  • Einen Text der lateinischen Literatur mit verschiedenen Methoden interpretieren, d.h.
    • formale, ästhetische und literarische Merkmale entdecken
    • historischen Zusammenhängen und biografischen Bezügen nachgehen
    • die Intention des Autors ergründen
    • Beziehungen zur eigenen Gegenwart erkennen und die Resultate treffend darstellen
  • Verschiedene Übersetzungen vergleichen und beurteilen
  • Sich leichter in modernen (auch nichtromanischen) Fremdsprachen und wissenschaftlichen Fachsprachen zurechtfinden
  • Sprachen in ihrer Struktur miteinander vergleichen

Grundhaltungen

  • Genau, konzentriert und ausdauernd an einem Text arbeiten
  • Unvoreingenommen einer vorerst fremden Kultur und ihren Wertvorstellungen begegnen
  • Aus kritischer Distanz die Errungenschaften der Antike gegen die der eigenen Zeit abwägen
  • Sein Handeln nach Orientierungspunkten ausrichten, die aus dem Vergleich antiker und moderner Wertvorstellungen gewonnen werden
  • Offenheit und Toleranz anderen Weltanschauungen gegenüber üben durch Vergleich antiker und moderner Wertvorstellungen
  • Empfänglich sein für die Schönheit von (sprachlichen) Kunstwerken und sich an ihnen freuen können; neugierig und staunend auf Unbekanntes zugehen, ohne den unmittelbaren Nutzen in den Vordergrund zu stellen
  • Themen im Blick auf andere Disziplinen und in Zusammenarbeit mit anderen Fächern angehen, um so zu einer ganzheitlichen Betrachtung zu kommen